Ein deutsches Urteil

Wenn ein 77jähriger Antifaschist aufgrund einer nicht ordnungsgemäss angemeldeten Zusammenkunft von fünf Personen zu 10 Tagessätzen a 15 EUR verurteilt wird, weil er eben das hätte machen müssen, er jedoch nur den Opfern der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 damit gedenken wollte, dies einem Richter aus formaljuristischen Gründen aber nicht in den Kram passt, er die Kranzniederlegung sogar »durchaus billigend« zu werten habe, dann ist das kein skandalöses Urteil sondern schlicht und ergreifend Deutschland.

Ach ja - das Ganze trug (und trägt - es wird Revision eingelegt!) sich in Bochum zu, dessen Rechtsprechung man schon einmal als Provinzposse bezeichnen konnte.

Übers Laub()blasen

Alter Schwede! »Im Herbsten der Stadtwerker sein Gebläse anwirft« – frei nach diesem Singsang kann man derzeit dem Getöse der 1,- EUR Fachkräfte städtischen Bediensteten vor dem heimischen Fenster lauschen ohne dabei auch nur einen anderen Gedankengang millimeterweise voranschreiben zu können. Grandioserweise wird der Kram nach vollführtem Randalewerk nicht auf nen Anhänger geschaufelt sondern per Kleinbagger eingesammelt! Da spielt es auch keine Rolle, welch Uhrzeit angesagt ist – die Gehörgänge werden zu jeder Stund rundgemacht.


Gefühlsmässig. Rechtlich ist das realitätsfern natürlich völlig anders – da ich hier im krisengeschüttelten Dortmunder Norden beheimatet bin, muss man sich anscheinend nicht daran halten. Dies wurde mir auch mal persönlich von einem dieser Raudaubrüder bestätigt, als ich schlaftrunken an dem OHRchester vorbeistiefelte und nach der Uhrzeit fragte.
Möge eine Ölkrise biblischen Ausmasses über alle Stadtwerke kommen!

aaawww- und ooh-content

Für beiderlei Sprachgenies heute mal Inhalte der vierbeinigen Sorte - haufenweise Bilder, schneller Netzzugang wäre vorteilhaft:

- 1976design.com kommt gleich mit ganzen Filme daher (momentan gibt's leider nur Fehlermeldungen - einfach mal nach »film puppies« suchen);
- ebenfalls aus den USA kommt ein Cocker-Spaniel-Weblog(!): ein Hund namens Billy, dessen Fotos in der rechten Spalte verlinkt sind und der ebenfalls schon Filmstar ist;
- zuletzt was aus Dland - Beagles ohne Ende bei ninabeagle.

taz als Kino<del>film</del>werbespot(t)

Jetzt aber schnell noch zum Online-Zeitungskiosk, den derzeit auf telepolis diskutierten taz-Kinowerbespot(t) in einer der Zugangsgeschwindigkeit angemessenen Qualität (aka Grösse) herunterladen bzw. anschauen, bevor das gute Stück möglicherweise von den Rechtsverdrehernanwälten der Springerzentrale verboten wird.

Dann steht dem hurtigspurtigen Weiterverbreiten der zwar recht klischeebeladenen, jedoch einigermassen lustigen Kinowerbung (welche der im Filmchen auftretenden Klientel geht wohl öfter ins Kino?) nichts mehr im Wege ...

Nachtrag: Wer Interesse an dem Film hat, kann sich ruhig in den Kommentaren kundtun; mir sind einige Quellen zu dem guten Stück bekannt.

Baustelle betreten verboten. Eltern haften für ihre Kinder

Das hab ich nu davon: mit diesem Eintrag noch ganze 13 Stunden, um nebenan bei oede-orte.net ein einigermassen erträgliches Angesicht hinzuzaubern.

Also bitte in den nächsten Stunden keine Anrufe, überflüssige Mails oder sonstige Belästigungen (Werbezettelverteiler, Verwandtschaft, etc.). Macht 'nen Feiertagsspaziergang oder hockt Euch vor die Glotze. Ich muss arbeiten!

Nachtrag: Rom wurde auch nicht an einem Tag abgebrannt. Hier zumindest schon mal ein erster Eindruck:
Screenshot oede-orte.net