Live: Livetickerviewing St. Pauli - FC Bayern
Ui ui ui. Das ist aber mal aufregend: mit dem Überbrowser Opera schaue ich mir - dank fehlender TV-Mitglotzmöglichkeit - die Ticker von sport.ard.de sowie dem Liveticker der Basis St. Pauli gleichzeitig an:

Da mir der ard-Tickerling schon in früheren Übertragungen enorm sympatisch war, werde ich hier mal einen genaueren Blick drauf werfen. Vielleicht kommt ja noch n Screenshot bei rum.
(PS: ich hab übrigens realistische 0:3 getippt)
(21:15 Uhr) Fazit 1. Ticker-Halbzeit
Ahem. Nachdem ich von einer jungen Dame aus dem hessischen Raum eine Mail mit dem Inhalt »heute wird das nämlich nichts« bekommen habe und selbst schon die Wochen vorher (siehe oben) gegen St. Pauli getippt habe, bin ich positiv überrascht. Ich sehe zwar keine einzige Szene aber die beiden Ticker sind relativ gut auf Ballhöhe und bringen die Szenen - für Abstraktionisten - gut rüber. Aber wenn man seine Jugend mit Samstagnachmittagen vorm Radio verbracht hat, kann man das ab.
Der ard-Tickermensch ist wohl nicht sehr von Herrn Makaay angetan - jede nur mögliche Situation wird ihm negativ ausgelegt. Desweiteren nervt das trendige »Pauli«-Geschreibe, da ist der Basisticker selbstredend schreibaktiver.
Allerdings auch nur bei diesen zwei Buchstaben: ansonsten merkt man dem Basisticker an, dass wohl live aus dem Block berichtet wird - nach dem 1:0 für St. Pauli kam minutenlang gar nichts, was selbstredend verständlich ist.
Mal schauen, was Halbzeit zwei so bringt. Nach dem Blick auf die übrigen Ergebnisse (schüss Werder und hsv!) bin ich jetzt sogar ein wenig optimistisch.
(22:15 Uhr) 2. Halbzeit vorbei - Verlängerung
Verflixxt. Der mit dem Anstoss gepoldite Ausgleich der Bayern hat dem FC wohl 'ne Zeit lang arg zugesetzt - wie man lesen konnte, entwickelte sich (im Gegensatz zum damaligen Halbfinale) ein original Pokalfight mit allem, was so dazugehört. Schick. Leider kann der ard-Mensch das 'Pauli'-Gedöns immer noch nicht lassen und beim Basisticker fehlt mir teilweise die Aktualität. Aber man soll ja auch nicht kwatschen sondern supporten, von daher verständlich. Also auf in die Verlängerung und: Forza St. Pauli.
(22:55 Uhr) Verlängerung
Dammit. Als keiner damit rechnete, fällt das 1:2 für die Bajuwaren, wohl durch eine Unachtsamkeit des St. Pauli-Torhüters, so richtig kann man das da nicht rauslesen. Whatever - was bleibt? Die einschlägigen Foren werden von einem grossen Kampf schwärmen und selbigen auch für die Liga einfordern, da diese ja jetzt als einzige ansteht. Man denke nur an die kommende »dritte Liga« ab 2008.
Insgesamt kein Verlust, das Match nicht am tv gesehen zu haben - der Vergleich Fan- vs. ard-Ticker war recht interessant und bleibt wohl bis auf weiteres erstmal einmalig. Danke, Tickercrews und St. Pauli (na gut: und FC B.) für diesen netten Computer-Fussball-Abend.
<del>Blumige Fussballexotik</del>
Die fussball(reise)technischen Wochenendplanungen sind von einer Weltmeisterschaft mal eben über den Haufen geworfen worden, also bleibt einem nichts anderes übrig, als sich das nächstgelegene Stadion mit einem möglichst blumigen Namen zu suchen, und dort zwei exotischen Mannschaften beim Kampf um die zweite dfb-Runde zuzuschauen. Das mit dem blumigen Namen klappt sogar:

Hier wär's wirklich schade drum, wenn der Ground irgendwann einmal »Mazola (R)-Arena« o.ä. heissen würde.
[Edit]: Übereifer tut selten gut, auch beim Grundhüpfen nicht. Wenn ich mir so ein paar Suchergebnisse anschaue, dann möchte ich da doch erstmal möglichst weit wech von sein; exemplarisch kann man sich ja mal das 'Gästebuch' der "Brigade" anschauen. Schauderlich.
<Keine Überschrift>
Vermalledeiter Suchmaschinenmob!
Ist ja alles gut und schön, dass Ihr mit der (zumindest für meine Logfiles) allgegenwärtigen Anfrage nach einem Video von Walter M. bezüglich seines neuen Buches hier die Zugriffszahlen in schwindelerregende Höhen treibt - aber könnt Ihr Euch nicht langsam auch mal wieder verpissen?
Es ist nicht nur nervig, ständig die gleichen sinnbefreiten Google-Refer(r)er wiederzufinden, die einzig auf den einen Beitrag mit selbiger Überschrift, es ist darüberhinaus auch noch fürchterlich niederschmetternd, wenn sich aber auch gar überhaupt niemand dazu herablässt, auch nur eine klitzekleine Zeile des Danks für meine damalige Findeleistung zu kritzeln. Das ist schon ein verdammt hartes Brot.
Also, Ihr da draussen - kauft Euch das verflixte Buch incl. CD (dvd?), lacht Euch scheckich - aber bleibt mir mit dieser Suchanfrage vom Hals!
(PS: wäre jemand aus den Textpattern-Nutzerreihen in der Lage, mir zu sagen, wie man einzelne Beiträge (per robots.txt oder .htaccess, egal) vor Suchmaschinen verstecken kann? Und ich will jetzt nicht die Überschrift des alten Beitrags ändern! Und für's Forum bin ich derzeit nicht zu gebrauchen.)
Nüchtern betrachtet: »Safe! Magazine«
Das britische Team Blue der Grafschaft Suffolk hat sich mit den angesagtesten Jugendmagazinverlagen zusammengesetzt und in einer harten, nächtlichen Brainstormsitzung ein Glamourheft herausgegeben, welches den auf der Insel vermutlich grassierenden übermässigen Genuss von (harten) Alkoholika unter Jugendlichen per klarer 'Message' in hippen Farben (sowie Fotos) und kurzen Sätzen anprangert und hilfreiche Tipps und Ratschläge gegen den 'Morning After' präsentiert. Das Ergebnis kann sich sogar sehen lassen:

Eine wirklich ehrenwerte Massnahme, wie ich finde.
(gefunden bei der hochprozentige Nachrichtenverbloggung)
Printlastiges Lesevergnügen
Als da wären im handlichen Kurzreview (Überfliegeredition): intro #142, 11freunde #58, Plastic Bomb #56.
intro #142
Hervorzuheben habe ich eigentlich nur die 1a-ige Absurdführung der Punktevergabe der Mädels von Deichkind in der Rubrik »Platten vor Gericht«, in der sie jeder musikalischen Darbietung 10 Punkte verpassten (bis auf Yo La Tengos 'I Am Not Afraid ... (usw)'. Erinnerte ein wenig an die 'Benotung' bei den Reviews im Zap, als es dort entweder Boxhandschuhe, Handtücher oder Unterhosen zu gewinnen gab. Nicht schlecht, Kinners.
Sehr schön ist der Katz und Goldt-Karton auf der letzten Seite; für alle Starbucks-Laptop-Fuzzies. Danke auch dafür.
11freunde #58
Noch nicht wirklich verarbeitet ist das neue Studentenfussballheft #58 (demnächst dann hier im Archiv), diesmal mit der Gratis-Postille Bolzen anbei (wurd aber auch Zeit). Beim öffnen des Umschlags fällt einem direkt 'ne Werbekarte von betking.com entgegen; auch haben es mehrere Wettanbieter als Anzeigenkunden in beide Hefte geschafft (betway und starbet) - ist das eigentlich noch erlaubt?
Nachdem die erste Liga Postertechnisch wohl durchgenudelt ist, gibt's heuer ein Panorama vom Augsburger Rosenaustadion. Erinnert ein wenig ans alte Parkstadion ...
Zu erwähnen bliebe noch der Leserbrief zur 'Bei der Geburt getrennt'-Rubrik aus dem letzten Heft, den man fast schon erwarten konnte (für 'getrennt' befunden wurden das Münchener Allianzfurzkissen und ein Haufen Hundeexkrement).
Der Rest muss erst noch verarbeitet werden.
Plastic Bomb #56
Das zum Vereinsheft degradierten Ex-Fanzine (9000er Auflage!) kommt mit einer schicken rosa (sowohl Hülle als auch Silberling) Gratis-CD, die in meinem Schrottspieler keinen Ton von sich geben will. Schade eigentlich. Whatever - im Heft gibt's mittlerweile nur noch drei Vorworte (Micha, Helge, Sven), Interviews mit Neurotic Arseholes, The Freeze, Hausvabot, Vier Promille, Jo And The MFers, Guts'n'Glory, Bonecrusher, Supernichts und im Plastic Girl-Bereich mit Yvonne (20) von Monster Mud (Köln). Weitere (teils politische) Kolumnen, Konzerttermine, Band- und Konzertberichte runden das Teil, das mit reichlich unmotiviert platzierter Werbung überquillt, ab.
Die Reviews haben einen Nettoumfang (minus Werbung) von sechs Seiten, es wird - selbstredend - auf weitere Onlinereviews verwiesen. Anscheinend nimmt man das Heft wohl selbst nicht mehr ganz so ernst.
Die Schriftgrössen schwanken teilweise von 'leserlich' bis 'Lupe raus!' - auch mit dem Zeilenabstand haperts ein wenig. Da hilft dann wohl auch kein Computersatz, wenn die Seiten erst am Ende zusammengelegt werden und man merkt, dass noch eine fehlt (oder zuviel ist).
Insgesamt wird's wohl langsam Zeit, dem PB Schüss zu sagen, auch wenn's meiner Sammlung ein wenig weh tun würde. Vielleicht ja zur nächsten Nummer.

