Peinliche Produkte (1): Fussballsackkostüm

Das hält man echt im Kopf nicht aus:
Ausschnitt aus Möbel-Hardeck-Prospekt

Das soll ein Fan-Kostüm sein, und laut Prospekt (22. - 28.02.2006, vorletzte .pdf-Seite (5,5 mb)) des Möbelhauses hardeck (Bochum) »der absolute Hit«.

Nicht genug der schwatt-rot-joldenen Sombreros, Iro-Frisuren(!) oder Unterbuxen - wer sich jetzt noch als nationalfarbenes Furzkissen beliebt machen will, findet in dem Bochumer Möbelhaus den einzig wahren Unterstützer.

Zur Wahrung der Privatsphäre des Prospektmodels wird nur ein kleiner Ausschnitt der Anzeige präsentiert.

Nachrosenmontagsnachtrag (28.02.06): gestern lief mir ein solcherart gekleideter (?) Mensch im heimischen rewe über den Weg. Hab mich nicht getraut, ihn zu fotografieren, weil er anscheinend zum Ladenpersonal gehörte (der Herr hinterm Reisekatalogschreibtisch?) und ich somit die nächsten Monate immer mal wieder um »einen Abzug des Fotos« gebeten worden wäre. Naja, im nächsten Jahr vielleicht ...

Die taz auf Bloggersfüsschen?

Erstmal sucht die taz aktuell 'ne(n) Programmierer(in) mit weitläufigen OpenSource-Kenntnissen und allem drumherum. Zweitmal taucht - verrissverdächtig - das Wort Blogs in den Zeilen auf:
Screenshot taz.de

Die wollen doch nicht etwa? Haben die denn von den anderen gar nichts gelernt?

Danke, Bärbel H.!

Ich liebe dieses Dreuckwerk:
Bild Titelseite 22.02.2006

Am Puls der Vogelgrippe vs WM-Absage-Schlagzeilen mit news.google.de. Das hat sogar einen beinahe totgeglaubten wm-blog wiederbelebt. Absurd.

Zuständigkeitslabyrinth Arbeitsamt

Das hat doch System! Immerhin hab ich beim heutigen Telefonkontakt mit der Arbeitsamtsagentur mehrere mir nützliche Telefonnummern meiner persönlichen (?) Beraterinnen erfahren - wenn die sich nicht wieder ändern (so wie die Nummer, die ich bei der Antragsabgabe erhielt). Die benötigten Informationen bezüglich Förderung der baldigen Arbeitsaufnahme (Praktika heissen selbstredend »betriebliche Trainingsmassnahme«) blieben ebenso im Dunkeln als wenn ich Passanten auf der Strasse danach gefragt hätte. Zumal die jeweilige Zuständigkeit der Gesprächspartnerinnen (ausnahmslos Frauen) sich nur auf klitzekleinste Teilbereiche erstreckte begrenzte. Die eine wusste nix von Geldleistungen, die andere nichts von Fortbildungen usw.

Selbstredend kommt man über die äusserst informationsreiche Website der ARGHentur genauso weit. Die zwar schick gebastelte, jedoch noch informationsloser daherkommende Dortmunder ARGE-Website (arge-dortmund.de) bietet gar nur Links zu den jeweiligen Hauptseiten. Ist Deeplinking dort behördlich verboten? Von der agentureigenen (und im gleichen Undesign daherkommenden) alg2-Infoseite ganz zu schweigen.

Wär ja auch noch schöner, wenn die Agenturistas ihre eigenen Kunden loswerden würden wollen ... (hab ich das nicht schon mal irgendwo gesagt?)

Sie haben dsl. Oder auch nicht

Kollegin Frau V. (die mit den schicken Präsenten) war überglücklich: in ihrer wohnbedingten Pampa war seit ihre Wohnungsnachbarin sich dsl per w-lan (!) zugelegt hatte, auch an ihrem Rechner die Zeit des flinken Internetzugangs angebrochen. Doch die Freude dauerte nur knapp vier Wochen.

Nachdem ich den Surfluxus begutachten konnte und begeistert applaudierte, rief mich Frau V. am Tag darauf an, dass ihr »Internet kaputt sei« (Formulierung ähnlich). Verunsichert ob meiner grandiosen technischen Fähigkeiten (Firewall verstellt? usb-Stick entsichert? Äh?) schaute ich mir das Dilemma an und erfuhr nebenbei, dass der originäre Zugang eine Wohnung tiefer auch nicht mehr funzte. Hab ich etwa - ? Nein. Unmöglich. Da alles Herumraten nichts brachte, erschien vorgestern ein technisch viel versierterer Bekannter und sah sich die Sache mal an.

Doch auch er konnte technisch nichts falsches finden. Ein Anruf bei der Anbieterhotline brachte es an den Tag: die wohnbedingte Pampa liesse gar kein dsl in jedweder Form zu! Aber man hatte doch gute vier Wochen ...?! Jaja, schon - das kann schon mal vorkommen, wenn der Wind günstig steht oder so (Formulierung ähnlich). Ahja.

Nun steht Frau V. wieder ohne schnelle Weltnetzanbindung in der Gegend herum und leidet. Angeblich wären alternative Anbindungsmöglichkeiten (skydsl) auch nicht möglich, da in der Gegend wohl auch kein Kabel-TV möglich wäre ...

Industrieland Deutschland, Februar 2006.
Ach ja - ich spreche von einem Ort im näheren Ruhrgebiet. Und die nächste Industrieansiedlung (wlan?) befindet sich dort knappe 1000 Meter Luftlinie.

Update (24.02.06): nach zeitintensiver Herumwurstelei scheint der Zugang zu den weltweiten Datennetzen für Frau V. für die nächste Zeit gesichert. Bis der Wind dreht ...