Papierspam

Werter Prickingshof zu Haltern, werte Post AG,
ich bin mir bewusst, dass Ihr nicht wissen könnt, dass ich dank anderweitiger Ernährungsweise aber auch nicht im geringsten zu Eurer Zielgruppe gehöre, die dem leiblichen Wohl per Verzehr von halben Meter langen Würstchen und ähnlichem Gedöns fröhnt.

Trotzdem hätte Eure übereifrige Verteilkraft sicherlich ein wenig in einschlägigen Rechtsbelehrungen blättern können bzw. eine solche Belehrung berufsbedingt erhalten können, die besagt, dass auch sog. »teiladressierte« Werbesendungen ('An die Bewohner des Hauses ...') in negativ bezeichnete Briefkästen nicht zwangsweise eingeworfen gehören.

Daher frage ich mich allen Ernstes - welches scheiss Wort von »Keine Werbung einwerfen!« wohl dieses Mal nicht verstanden wurde und dafür herhalten muss, dass auch dieses Mal ein vergrätzter Kunde mit überflüssigem Altpapier belästigt wird.

Sollte Ihnen, werter Prickingshof, werte Post AG, eine Antwort dazu einfallen, wäre ich erfreut, davon in Kenntnis gesetzt zu werden.
Nicht den geringsten Dank.

»Mach mal was mit Stiefeln!«

Textredaktion: »Hallo Bildredaktion? Wir brauchen ganz dringend ein aufrüttelndes Foto zum Thema Rechtstextremismus. Es muss gleichzeitig Gewalt und die Abscheu der grossen Mehrheit gegen den rechten Ungeist widerspiegeln. Habt Ihr da was?«

Bildredaktion: »Wie wärs mit der klassischen Kombination Stahlkappenboots mit weissen Schnürsenkeln vor kahlem Beton?«

Textredaktion: »Grossartig. Ein bisschen mehr Pepp wär allerdings nicht verkehrt. Vielleicht was mit 'nem Totenkopf oder so - der Bezug zu Hass, Gewalt und zweiter Weltkrieg, you know?!1«

Bildredaktion: »Da lässt sich gewiss noch was photoshopen.«

Textredaktion: »Ich danke Euch. Denn heute gibt's wieder ein ganz wichtig kritisches Streitgespräch zum Thema 'Rechtsextremismus - Wie groß ist die Gefahr wirklich?' - da muss man schon mal auftrumpfen. Over and out.«

Das Ergebnis (incl. title-Attribut) kann sich ohne Frage sehen lassen:
Screenshot phoenix.de

»Hoch das internationale Prekariat?!«

Die einen hügeln sich einen, andere demonstrieren zum 20. Mal, wieder andere lassen die Kosten rebellieren: es ist 1. Mai allerorten.

Was bleibt da noch, als ein passendes Foto zu präsentieren, um zumindestens ein wenig Rebellentum aufkommen zu lassen und sich darüber zu freuen, dass an manchen Tagen auch 'die Grossen' mal angeschmiert werden:
Arbeit ist scheisse-Graffiti am Arbeitsamt Dortmund (Graffiti am Arbeitsamt Dortmund, irgendwann zwischen Ende 2004 und Mitte 2005)

Und zur Wissenserweiterung des (eigenen) zukünftigen (Arbeits-)daseins noch flugs ein paar Links zum Thema eingestreut und den Tag würdig ausklingen lassen.

20 Years Of Madness - and counting

»Wir sind die wilden Horden - wir rauben und wir morden - wir strahlen wie nie - Atomenergie!«

Und Kleinblogistan schlägt sich lieber mit relativen Unwichtigkeiten herum. Glückwunsch.
(ps: 2005)

Mahlzeit, flickr

Es ist immer wieder schön, bei flickr reinzuschauen. Vor allem, wenn man gebührend begrüsst wird:
Wechselnde Grussformel bei flickr.com. Heute: OI!

(Und: ja, kann schon sein, dass die Idee schon mal verwurstet wurde. Mir doch egal.)