(Her)ausrede des Monats
Wenn Euch das alles irgendwiewann mal zuviel wird, Ihr einfach keinen Bock mehr habt, überhaupt noch irgendwiewas zu tun, zu schreiben, zu fotografieren oder einfach nur zu sagen, dann nehmt Euch doch mal diese Zeilen hier zur Brust, lest sie gewissenhaft (die Zeilen, Ferkel!) und ersetzt möglicherweise ein oder zwei Worte dort durch die im eigenen Umfeld bekannten Vereine, Gestalten oder sonstige Gegebenheiten.
Denn dann überdenkt Ihr vielleicht auch mal die letzten (beliebig ausdehnbaren) Zeitperioden, in denen wieder niemand zugehört oder ~gelesen hat, das eigene Team verkakkte oder schlicht und ergreifend alles scheisse war (ist?) – und zieht letztendlich die finale Konsequenz, die eigene Kreativität bis auf weiteres ruhen zu lassen. Es sei denn, es zeitigen sich doch irgendwelche Folgewirkungen.
Nicht, dass ich irgendwen von irgendwas abhalten würden wollte.
RW Ahlen - FC St. Pauli (1:1)
Der Beginn der 'englischen Woche(n)' für den FC St. Pauli startete in der westfälischen Pampa zu Ahlen. Schon vor sechs Jahren konnte ich dort ein 3:6(!)-Auswärzsieg bestaunen, dereinst noch von die Gästeblockränge. Heuer war alles anders.
Dank einer zufällig zugesteckten Pressekarte (thx, Maks!) schlurfte ich also 90 + 15 Minuten mit blauem Presseleibchen an der Aussenlinie der Haupttribüne entlang und hatte so den direktesten Blick aufs eher durchschnittliche Spielgeschehen. So manche Person aus dem hessischen Raum hätte da wohl hyperventiliert ...
Whatever - ich hab die Blockatmosphäre vermisst. Kein Support (perfekter Sound auch noch auf der gegenüberliegenden Hintertortribüne - gute Arbeit, USP!), kein Jubeln beim 1:0 des FC (naja, doch - aber eher verhalten) und kein Bier im Innenraum bzw. keinen direkten Zugang zu selbigem. Hätte nicht gedacht, dass man schräg singende Fanmassen mal so vermissen kann. Aber es geht.
Dafür gabs dann die Knochenarbeit der Fotopresse zu bewundern (exemplarisches Geschlechterverhältnis: 5:1 für die Männers), die mit ihren schwanzersatzgleichen unfassbar grossen Objektiven jeder Mücke auf der Gegentribüne die Beine hätten nachzählen können. Unfassbar nerdiger Kram. Wäh. Da kann man selbst mit einer stinknormalen 7 MB-Digicam nicht mithalten. Ich fühlte mich schon ein wenig deplaziert (was man wohl auch an der unermesslichen Fotoausbeute merkt).
Nun denn - nächsten Samstag in Düsseldorf (11.11. - au weia) endlich wieder Steh-Sitzplatz und 90 Minuten Dauerfeuer.
PS: sollte dereinst der FC 96 bis in die Oberliga oder darüber hinaus gelangen, hab ich heute schon einen Eindruck davon, wie es sein wird, wenn der Heimsupport aus einer mehr als unscheinbaren Anzahl (positiv grob geschätzte 30 Leute) besteht und die Mehrheit im Stadion eher Zuschauer denn Fan ist.
500 Abos für die Jungle World
Wenn einem die liebste Lektüre (sowohl für den Abort als auch auf Reisen) abhanden zu kommen droht, greift man schon mal zu äusserst gewöhnlichen Mitteln und fordert eine in barer Münze klingende Solidarität ein, um selbige Lektüre noch möglichst lange (bis zur nächsten Kampagne) zu erhalten.
In diesem Fall geht's um das weitere Bestehen der Jungle World, die sich heute per »500 Abos für die Jungle World«-Abokampagne an die Abonennt/innen und Kiosklesenden wendet.
Eben darum wird ab sofort ein feiner kleiner (animierter - *schauder*) Banner auf der heimseitigen Naviseite zu finden sein, der direkt zur Aboseite der Jungle World verlinkt. Bis das Elend in Form von roten Abozahlen abgewendet scheint.
Oder darüber hinaus.
Klasse Bewusstsein
Wer gerade ein paar Cent erübrigen kann, möge sich doch mal überlegen, ob eine feine Domain zur aktuellen »Diskussion« (Thema: Klassengegensätze in Schland) nicht das passende Geschenk für untern Weihnachtsbaum wär - bevor so lustige Gesellen 'ne Weiterleitungsdomain auf ihre asoziale Propaganda daraus machen:

(PS: es geht um diese Domain hier, gelle)
Wenn ich so überlege, fallen mir schon ein paar potentielle Kund/innen ein. Und das ist jetzt positiv gemeint, Ihr Halunken.
Aussitzen
Nun - was soll man dazu noch schreiben. Die Realität ist halt immer noch ein einziges grosses Absurdistan. Für das Produkt des Jahres gibt es natürlich auch den passenden Sitzplatz:

Schade: den Kram gibt's nur (regional wohl unterschiedlich terminiert) für knapp 'ne Woche - dank »Räumungsverkauf wegen Sortimentswechsels«.

