Essen ist braun-weiss!

Mal von dem Ergebnis abgesehen - für solche Ansichten spendiert man dem wohl zukünftigen Zweitligisten rot weiss essen gern die drei Punkte:
Da kuckstu - Essener neben dem Gästeblock staunt Bauklötze
(Ganzes Foto bei flickr)

Der gesamte Ablauf des Spieltages war wenig spektakulär - dabei hatte man schon mit dem schlimmsten gerechnet: man solle sich 'zivil kleiden', wie die Mail eines Dortmunder Kollegen andeutete. Na dann. Stressfrei ging's zum Vorortbahnhof Altenessen und mit den fast zeitgleich eintreffenden Sonderzugfans per Bus und mit grüner Minna-Begleitung zum Gästeblockeingang. Anscheinend sind Essener (Heim)spiele immer Grosskampftage für team green - das Aufgebot liess so manchen innere Sicherheit-Fanatiker freudig in die Hände klatschen.

Der Block gut gefüllt mit alten Bekannten liess dann nichts zu wünschen übrig: dass USP erst nach gut 20 Minuten erschien tat dem Support kein Abbruch - im Gegenteil - konnte sich die Kurve doch mal von deren Vorgaben quasi 'emanzipieren' und eigenständig das bekannte Repertoire absingen.
In der zweiten Halbzeit gab's dann Nonsensesupport und erstklassige Heimblockverarsche, die es einem aber auch viel zu leicht machten, sich über selbige zu amüsieren. Ganz klar - »Nur ein Jahr - dann seid ihr wieder da!«

Die Rückfahrt wieder mit Begleitkommando zum Bahnhof, dort noch flugs ein paar national gesinnte Mädels und deren eher jammerlappig auftretenden 'männlichen' Anhang verschreckt und dann mit Umweg nach Hause, den Ausklang des Tages in Angriff nehmen. Ebenso unspektakulär. Also gelungen.

Bisher gab es 4 Kommentar(e):

  1. Das war ja mal wieder ein schöner Samstagnachmittag. Erst genau passend zum Anpfiff kommen, dann freuen dass die Stimmung mal endlich gar nicht mal sooo übel war, dann verliert der Verein völlig unnötig und erarbeitet sich kaum vernünftige Chancen aus und zu guter letzt bekommt man eine gratis Stadtrundfahrt mit alkoholisierten Punkern. Ach ja, wie damals mit 14! Altenessen hatte dann auch noch einen schönen Bierstand, der direkt an der Demarkationslinie zwischen Verhauen und Eingefahren werden, sowie nette Schwullenbeine verlief, interessant, interessant.
    Nee, aber ansonsten ganz nett, nur das Essen meiner Meinung eher grün-weiß war … bund der deutschen steuerzahler, bitte übernehmen Sie!

    Mika | 7. Mai 2006, 12:25

  2. Ich fand dat echt beschissen in Scharnhorst. Ausser die Klappstuhl-Band natürlich :)

    Sushi69 | 8. Mai 2006, 20:56

  3. Hi, habe so eben Post aus Hamburg bekommen …
    die Rückfahrt muss wohl nicht unbedingt spaßig gewesen sein …

    kurz 2 Artikel die in der Westfälischen Rundschau erschienen > sind.
    >
    > Polizei stoppst Hooligan Züge nach Schlägerei
    > Kamen. (wol) Dramatisch endete der Spieltag am Samstag auf dem Kamener
    > Bahnhof für Fans von St. Pauli, Hannover und BVB. Nach Massenschlägereien in
    > den Wagons wurden zwei Regionalexpress-Züge in Kamen gestoppt. Bilanz:
    > Mindestens zwei Fahrgäste wurden erheblich verletzt, elf Hooligans festgenommen.
    >
    > Dramatische Bilder zwischen den Gleisen 2 und 4. Bundesgrenzschützer und
    > Sondertrupps aus Dortmund hielten helmtragend Hooligans in Schach. Während
    > Verletzte weggebracht wurden und Festnahmen erfolgten klangen immer noch
    > lautstarke Fangesänge über das Bahnhofsgelände. Mitreisende, darunter ältere
    > und behinderte, versuchten den Schrecken zu verdauen. Tränen flossen.
    >
    > Der RE 6 aus Essen hatte planmäßig um 19.03 Uhr in Kamen halten sollen.
    > Nach Abfahrt in Dortmund aber kam es zu Tumulten in den vorderen Wagons, in
    > denen mehr als 40 Fans des FC St. Pauli unterwegs waren. Irgendwann flogen
    > Fäuste und Bierflaschen. Mitreisende alarmierten die Polizei, der Zugführer
    > hatte vom konkreten Geschehen nichts mit bekommen. In Kamen war für fast
    > zwei Stunden Endstation.
    >
    > Während Beamte der Kamener Wache, nach und nach unterstützt von
    > Bundesgrenzschutz und Sondereinheiten Zeugen befragten, gab es eine Schlägerei im
    > nachfolgenden Regionalexpress. Dort gerieten 60 Fans von Hannover 96 mit
    > BVB-Anhängern aneinander, so ein erstes Fazit der Bundespolizei. Nach
    > unbestätigten Zeugenaussagen soll hier ein 15-jähriger Jugendlicher Opfer gewesen
    > sein. Dieser Zug aber konnte bald weiterfahren.
    >
    > In dem erstem Zug geriet laut Zeugen ein Schwerbehinderter in die
    > Auseinandersetzung. Elf Pauli-Fans wurden festgenommen. Es laufen Strafanzeigen
    > wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruchs. Nach Aufnahme von
    > Personalien fuhr der Zug – begleitet von Grenzschützern – weiter nach
    > Minden.
    >
    >
    > Randalierer beantworteten Fan-Gesänge mit Gewalt
    >
    > Kamen. (nil) Strafanzeigen gegen elf Sympathisanten des
    > Fußball-Regionalligisten FC St. Pauli und noch keine Aussage der Geschädigten – so lautet das
    > Zwischenfazit von Bundes- und Kreispolizei nach dem Großeinsatz am Kamener
    > Bahnhof.
    >
    > Wie berichtet, wurden am Samstag zwei Regionalexpresse in Kamen gestoppt,
    > nachdem es zu Massenschlägereien in den Wagons gekommen war. Manfred Turk,
    > Beigeordneter in Bergkamen, war zufällig Augenzeuge. Er berichtet: “In Höhe
    > Kurl-Methler haben BVB-Fans einen Gesang angestimmt. Dabei ging es um
    > Galatasaray und Fenerbahce Istanbul. Einige St. Pauli-Anhänger fühlten sich
    > gereizt, antworteten sofort mit Gewalt. Erst wurde der Mittelfinger gezeigt,
    > dann flogen Flaschen und Fäuste.”
    >
    > Gleichwohl warnt Ute Hellmann, Pressesprecherin der Kreispolizei Unna, vor
    > übertriebenem Aktionismus: “Es gibt kein Sicherheitsrisiko am Kamener
    > Bahnhof! Es war Zufall, dass die Züge dort angehalten wurden.” Unaufgeregt
    > kommentiert Klaus-Peter Kilian, Pressesprecher der Bundespolizei in Köln, die
    > Vorfälle: “Unser Einsatzleiter in Dortmund hat die Lage als ruhig eingestuft
    > und entschieden, keine Begleiter einzusetzen. Wir können nicht jeden Zug
    > begleiten, der irgendwo durch Deutschland fährt.” In Essen seien “ziemlich
    > genau 51 St. Pauli-Fans” eingestiegen, ehe in Dortmund BVB-Fans
    > hinzugestiegen sind.
    >
    > Gegen elf Anhänger des FC St. Pauli wurde Strafanzeige wegen gefährlicher
    > Körperverletzung und Landfriedensbruchs erstattet. Doch das
    > Ermittlungsverfahren wird sich hinziehen, “zwei bis drei Wochen”, schätzt Kilian. “Wir
    > konnten nur die Personalien aufnehmen”, erklärt Hellmann. Da die Randalierer
    > aus Hamburg kommen, werden sie auch dort vernommen.
    >
    > Im Hinblick auf die Fußball-WM, die in 31 Tagen beginnt, mahnt Kilian
    > eindringlich vor voreiligen Schlüssen (“Wie soll das erst während der WM
    > werden?”): “Dieser Vorfall ist nicht repräsentativ für das Publikum bei der WM.
    > Während des Turniers haben wir es viel leichter, weil wir wissen wo die Fans
    > landen, wo sie sich aufhalten.” Eine Komponente des Sicherheitskonzepts im
    > Bereich der Bahn wird dann die “Gefährdungsanalyse” im Vorfeld sein. Die
    > wird auch vor Bundesligaspielen praktiziert. Gerd Felser, Sprecher der Bahn
    > AG, erklärt: “Wir schauen, woher die Fans kommen und ergreifen geeignete
    > Maßnahmen.”
    >
    > Was bleibt, ist ein fader Beigeschmack: Denn Manfred Turk war am Samstag
    > nicht allein unterwegs. Er hatte Gäste aus der türkischen Partnerstadt
    > Tasucu in den Signal-Iduna-Park begleitet, ehe das Motto der Fußball-WM – “Die
    > Welt zu Gast bei Freunden” – mit Füßen getreten wurde.
    >
    > 08.05.2006

    NO NAZI FRIENDS

    Mika [weitergeleitet aus Hamburg) | 8. Mai 2006, 23:05

  4. bitte mit echter, richtiger mailadress bei teufel melden!

    dankesehr.

    Teufel | 18. Mai 2006, 18:23

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