Die 4 blieb stehen

So - what's left from the Bolzen-Cup 2007? Ein kleiner Rückblick auf alles neben dem Platz.

Team: anfangs mit elf Leuten in der Planung gelangten zum guten Schluss ganze acht Gestalten nach Kaarst. Eigentlich neun, allerdings spielte der eine vom letzten Jahr mit seinem eigenen Team (ähnlich erfolglos wie wir). Danke nochmals an D., der am Abend vorher wohl spontan beschloss, sich auf 'ner Geburtstagsparty abzuschiessen und daher morgens nicht aus der Kiste zu kommen. Ich applaudiere.
Die einzelnen sportlichen Leistungen im Team verhüllen wir besser mit dem allseits bekannten Mantel des Schweigens. Bis auf die #1 können wir alle gehen.

Die Orga: ok, immer alles ganz fürchterlich knapp geplant beim Bolzen-Blättle. Anmeldeschluss am 31.12., Bekanntgabe der Teilnahme am 03.01., Redaktionsschluss für das Cup-Heftchen ein Tag später (also bitte hurtig, hurtig die Infomail incl. Teamfoto rüberschicken). Dann erstmal tagelang keine Infos auf der Website, und dann die üblichen Faux-Pas(ses): Team Vestpiraten wird einer falschen Stadt zugeordnet (DO statt RE), die Turnierchronik spricht vom Gewinn des Publikumspreises in Bochum statt Essen (kennt Ihr da eigentlich Eure eigenen Turniere nicht mehr?) - und die Cup-Hefte werden dank verspäteter Drucklegung erst gar nicht verschickt.
Dafür darf man dann 20,- EUR, die laut Mail keine Startgebühr sondern ein »Unkostenbeitrag« sein sollen, latzen, und erhält dafür haufenweise Papier (Bolzen-Ausgabe, 11Freunde-Kalender und Cup-Heft, eine Kapitänsbinde, mehrere Schlüsselanhänger und irgendwelche isotonischen Getränkepülverchen, verpackt in einem günstigen Spochtbeutelchen (früher: Turnbeutel). In Essen gab's wenigstens noch 'n Sixpack Billigwasser dazu. Heuer durfte man sich per Pappbecher mit Isoblubberwasser aus 'nem Spender verdingen.
Die restliche Orga des Turnierablaufs war relativ ok, auch das Nichterscheinen eines Teams wurde recht gut gemeistert.

Der Veranstaltungsort: Ok, nicht jedesmal kann der Turnierort so günstig liegen wie 2006 (Essen). Aber diese Halle da am hintersten Ende des Niederrheins, vis-a-vis eines blauen Möbelriesen - au weia. Sicherlich - schickes Ambiente, grosszügige sanitäre Anlagen etc. Aber Team Vestpiraten kam sich eher vor wie 'ne Punkrockband im Hilton. Die (mir mitgeteilte) Aussage einer Empfangskraft »hier laufen so viele Bunthaarige herum« bestätigte nur meinen Eindruck, dass die froh waren, uns wieder los zu sein.
Die Plätze an sich waren relativ ok, vielleicht an einigen Stellen mit etwas zu viel Granulat (?) im Kunstrasen, so dass mancher mit seinen Hallenschuhen wahre Schlitterpartien absolvierte.

Die Teams: reichlich bekannte aus dem letzten Jahr sowie einige Neuzugänge vermeldete der diesjährige Bolzen-Cup. Darunter auch die Kollegen der Südstadtkickers aus Recklinghausen, die - ebenso wie wohl die Klever Schwanenkicker - als grosszügige Einladung an die gegnerischen Sturmabteilungen empfunden wurden. Wenigstens nahmen selbige ihre Beteiligung schon als Erfolg wahr (sportlich, sportlich!), und schielten nicht auf irgendwelche dahergelaufenen Tordifferenzen in der Vorrunde, wie unser zweiter Gegner, die ich nach nicht mal zwei Minuten spontan kakke fand. Ganz im Gegensatz zu spex72, die trotz des Namens einen recht lockeren unstudentischen Eindruck machten.
Die Cheerleaders von Gossos No liessen sich von unserer #1 nicht dazu überreden, doch auch mal für uns Lieder anzustimmen. Immerhin der erste recht lautstarke Support, den wir bei den Turnieren erleben konnten. Wenn auch in der Tonlage ein wenig zu hoch.

Die Schiedsrichter: komplett unterscheidbar in schwatt, rot und neongelb traten die drei Referees an. Ein Lob an den Herrn in Rot, der zwei unserer Spiele pfiff und so manche Entscheidung (wohl eher aus Mitleid, denn aus sportrechlichen Erwägungen) zu unseren Gunsten auslegte. Guter Mann.

Insgesamt eine eher ernüchterne, zugleich jedoch auch erleuchtende Veranstaltung, was die »Spielstärke« im Team Vestpiraten anbelangt. Training sollte in den nächsten Gut-Wetter-Monaten auf dem Zeitplan stehen, liebe Leute. Und das mit der Fusion mit den - trotz hässlicher Trikots - sympatischen Südstadtkickern finde ich immer noch nicht so verkehrt. Zumindest aus sportlichen Erwägungen.

Bisher gab es 1 Kommentar(e):

  1. dafür ging die battle of subkultur (match of the day lt. bolzen-online) ja auch nur gaaaaaaanz knapp verloren…

    [m.] | 25. Januar 2007, 10:01

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