Fussball - Sonne - Auswärzsieg

Es wurde gegeben: das Regionalligaspiel SG Wattenscheid 09 vs. FC St. Pauli. Es gab: einen 1:0-Auswärzsieg, der bereits in der 20. Minute abgefrühstückt war, woraufhin die restlichen 70 Minuten mit hochnotgrottigem Regionalligaalltagsfussball verplempert wurden. Nicht mehr allzuviel zu sehen von dem anscheinend grandiosen Aufgespiele beim Pokalspiel gegen Bochum den Dienstag zuvor; interessanterweise hat dieses Match (und wohl auch einige Mistverständnisse auf Wattenscheider Seite (is mir irgendwie immer noch nicht so klar)) ein paar VfL-Fans in die Gästekurve der Lohrheide gebracht.

Die Anreise erfolgte, wie eigentlich immer, über Gelsenkirchen Hbf mit drei (weiteren) wackeren Vestpiraten. Wieso unbedingt der Wattenscheider Bahnhof als An- und Abreiseort angegeben wird, werde ich wohl nie verstehen, ist doch Ge Hbf in geschmeidigen 12 Strassenbahnminuten ohne Umsteigen zu erreichen.

Da wir recht zeitig am Stadion eintrafen konnten wir einen unheimlichen Blick auf die in schwarz ausstaffierte Ordner/innenmeute werfen, die ihre Wuffies schon mal heiss machte an der kurzen Leine hielt und wohlgeordnet (sic!) in Zweierreihen im Gästeeingangsbereich verschwanden (um selbstredend während des Spiels berufsbedingt grimmig in unsere Kurve zu starren).

Ganz fürchterlich verboten ist dort wohl seit neuestem, die faneigenen Transparente im Block bzw. am Zaun zu befestigen. Angeblich - laut irgendeinem Ordnerzampano - wegen irgendwelcher Ereignisse mit Pyros und so weiter. Was das jetzt mit den Transparenten zu tun haben soll, bleibt deren Geheimnis; schlussendlich hingen meine zwei Banner im eigens dafür abgesperrten (!) Bereich neben der Gegentribüne.

Mit ca. 700 Leuten recht gut gefüllt war der Support mal wieder von USP bestimmt; auch aufgrund der Weitläufigkeit des Gästebereichs kommt in Wattenscheid selten ein einheitlicher Support zustande, weil sangeswillige oftmals zu weit auseinanderstehen. In der zweiten Halbzeit strapazierte USP dann mit einem fast dauerhaft intonierten Singsang die Nerven der Umstehenden - ob das jetzt zur Selbstbeweihräucherung gemacht wurde, kann ich nicht sagen: die Durchschlagskraft des Gesangs war jedenfalls am Rand des Platzes wohl kaum mehr spürbar. Von der gegnerischen Kurve ganz zu schweigen ...

Zusammenfassend lässt sich sagen: es war ein erstaunlich entspannter Fussballnachmittag ohne Reibereien auf dem Rückweg, mit vielen (alten) Bekannte, die man mal wieder getroffen zu hat (Grüsse nach Gelsenkirchen, Münster und Hagen), und kostengünstiger Reiselektüre in Form der Jubiläumsnummer 75 des Übersteigers und der Gazetta von USP (wobei über die Auswärzgazetta noch zu sprechen sein wird. Aber dazu später).
Bis in zwei Wochen im Kölner Südstadion(!) gegen die Amateure vom 1. FC.

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