Wa(h)re/r Metalcore - Pressure Festival (2 und Schluss)
Dann fassen wir mal grob zusammen: danke, dass ich für diese drei Tage keinen Eintritt zahlen musste. Ehrlich.
Von ungezählt 30 Bands hab ich ganze fünf gesehen. Ungefähr. Nicht gerechnet die überflogenen Kombos. Also hat sich unglaublich gelohnt. Bin begeistert.

Der Samstag war besonders exquisit, weil ein Grossteil der Metaller bundesauswahlteamfreundlich waren und einige Stände gar den nationalen Lappen geflaggt hatten. Das ist also deren politisches Verständnis. Soso.
Leeway überzeugten mich als einzige Band. Schöne alte Schule mit einem feist tobenden Sänger in Mr. Chi-Pig-Manier (SNFU). Sehr schön.
Gar nicht schön dabei waren selbst hier die anzutreffenden Pit-Kickboxer/innen(!), die aber auch jeder noch so lauen Note eine gewalttätige Bewegung abzuringen versuchten. Wäh.
Dabei kam es auch zu einer sehr putzigen Situation, als bei Purified In Blood (!) ein Pit-Jünger blutende Blessuren davontrug und sich die Meute direkt über die blutige Pfütze hermachte und seinen Körpersaft als Kriegsbemalung in der (eigenen) fiesen Fratze verteilte. Sehr friedfertig das alles hier, jawohl.
Am Sonntag dann locker ausklingen lassen und dank schwüler Aussen- und selbiger Hallentemperatur schon beim stehen schwitzen wie nix gutes. Maroon bot zumindest mir das erste Schlagzeugsolo in (Metal-)corekreisen. Da passten dann auch die RockHard-Flaggen über der Bühne. Selbst für Mitklatsch- und Nachsingparts waren die sich nicht zu peinlich.
Was bleibt? Mit dem Alter wird dieses Festival immer banaler und langweiliger, zumindest was das Line-Up angeht. Da ging schon mal mehr. Zumindest war dieses Jahr kein/e Tote/r zu beklagen, obwohl die Sanis (so am Sonntag gesehen) schon manches Mal Probleme hatten, die Versehrten auch von ihrer körperlich misslichen Lage zu überzeugen, und sich doch lieber versorgen als wieder in den im Pit schleifen zu lassen. Wer's braucht.
Im nächsten Jahr möchte ich dann doch lieber leichter verdaulicheres Merchandise gewinnen, wenn's geht.
Wa(h)re/r Metalcore - Pressure Festival (1)
Ach ja. Jeder Generation die Szene, die sie verdient. Wenn Du auf Körperkult mit dicke Muckies und vielen bunten Tattoos, lauter, echt richtig harter Musik sowie düsteres Merchandise mit individuell interpretierbarer Aussage stehst, dann versuch doch mal die Hard äh - Metalcore-Szene.
Hier herrscht noch Zucht und Ordnung, die Frauen sind schmückendes Beiwerk, versuchen sich (meist vergeblich) im windmühlenflügel-pogenden Boxer-Moshpit per Badge (»More Clit in the Pit!«) zu behaupten, der ganz klar die basslastige, brüllcorige Begleitmusik vonne Bühne per Ausdruckstanz definiert.

Gestern gab's die Eröffnung des fünften Pressure Festivals im ehem. Soundgarden, der jetzt - Veränderung, Veränderung! - Toxic heisst. Sonst hat sich augenscheinlich nix geändert.
Zum Einlass kroch man per kilometerlanger Schlange (Fotos gibt's bis zum Wochenende bei flickr, wo sonst). Am Ziel wurde man per Armbändchen (für bis zu drei Tage lang) gebrandmarkt (Foto folgt). Kakke.
Im fürchterlich düsteren Inneren trifft man die üblichen Verdächtigen, sogar Dave Horrorbiz, der ja eher die D.I.Y-Schiene bedient, ist anzutreffen. Ansonsten reichlich wie oben geschildert: dicke Arme, Muckishirts, noch mehr Tattoos und Myriaden von Propagandaflyern, die natürlich hochglänzend auf die nächsten Events oder gar eine kuschelige »Dating Community« hinweisen. Schauder.
Die Frischluftzufuhr im Laden lässt zu wünschen übrig, das macht die Kämpfer im Pit gleich noch viel schwitziger. Huargh. Man stiert eher auf die Boxereien vor als auf das Gepose auf der Bühne, den Sound dazu kann man auch während der Übertragung der Fussballspiele auf verschiedenen Fernsehern im Hintergrund laufen lassen.
Der Vorteil von Gratiskarten ist, dass man nicht zwanghaft verpflichtet ist, den nicht gezahlten Eintritt wieder rauszukriegen, indem man möglichst viele Bands mitnimmt. So hab ich dann auch nur drei von insgesamt sieben Combos gesehen, die Headliner des Abends knick ich mir ganz, schau lieber in der Pizzeria des Herzens Frankreich beim zahlreichen Chancenversieben zu.
Heute und morgen dann im beschaulichen Herner Gysenberg die Runden zwei und drei. Zumindest soll die Ausweichfläche dort grösser sein. Let's see.
Invalides Spammerpack!
Also, Freunde der schlecht gemachten Phishing-Mails, so ja nu nicht:

(grössere Ansicht)
Erstmal kommt Eure fürchterlich schlechte Spammail vermeintlich von Amazon, wo ich im Leben noch kein Kunde war. Zum anderen: solch fieser Quältext mit font-Tags, ohne Angabe von Doc- sowie Content-Type, keine saubere, geschweige denn semantische Strukturierung (ein fieser div) - so könnt Ihr bei mir nun echt nicht landen.
Nebenbei sollte man den Freunden von »mujweb« mal unfreundlich auf die Finger klopfen, weil die solchen Arschkrampen überhaupt Unterschlupf bieten.
You got me under Pressure (Festival)
Hrhr.
Der rasende Reporter dieser Präsenz wird sich die nächsten drei Tage im wirbelnden Halbkreis des Moshpits bewegen und vom metallenen Pressure Festival ein paar Eindrücke abliefern können, weil: dank des Heinz-Magazins bin ich in den glücklichen Besitz einer Karte für selbiges Festival gelangt. Dank dafür ans Heinz-Magazin und dessen Gewinnspiel.

Teste die flickr-Community!
Mal schauen: für ein recht unverfängliches, jedoch eindeutig passendes Foto habe ich eben die hach so anzüglichen und ebenso gerne gesuchten Tags 'nackt' und 'naked' eingefügt.
Der aktuelle Besucherzählerstand wies ganze sechs Klicks aus. Leider kann man für die eigenen Bilder keine Referrer einsehen, von daher ist dieser Test eher zweitrangig. Aber interessieren tut's mich halt trotzdem.
Alle anderen können sich auch hier an 'Joan C.' ergötzen. Wenn auch in was kleinerer Auflösung:

Eine mögliche Erweiterung der Tags um 'porn', 'xxx' oder 'x-rated' (oder ähnliches) wird in Erwägung gezogen.
Nachtrag: Bis heute (26.06.2006) gab's ganze 134 Besuche für Joan. Kann natürlich auch (nur) an dem flickr-Pool gelegen haben, den ich Joan zugewiesen habe. Wer weiss das schon.

