Kein Artikel
Also eigentlich könnte ich ja jetzt darüber schreiben, dass es am Freitag ein Konzert mit u.a. Undressed Army und Vitamin X (und zwei weiteren Bands) gab, welches sich im Scharnhorster »JZ Zentrum« zutrug. Da dieser Laden jedoch den Charme einer Bahnhofstoilette und das ewig gaffende und über die Schulter stierende Auge der alles kontrollierenden (A)Sozialarbeit-Security einem selbst die DIYigste Band madig machen kann, die einzig relevanten Ersatznahrungslieferanten Pommesbude und Kiosk um nichmal 20:00 Uhr die Läden dichtmachen, der benachbarte Pizzamann sich wahrscheinlich über die jetzt dort residierenden Reisebüros (wahrscheinliches Motto: »Tickets ohne Wiederkehr«) nach nirgendwo abgesetzt hat und auch sonst die Einöde der auf der anderen Strassenseite dunkel herumstehenden Wohnsilos mich nicht weiter dazu animiert, mich hier gross auszulassen, muß das wohl heute entfallen.
Ach ja, eins noch: wer in seinen »Allgemeinen Geschäftsbedingungen« als Punkt sechs anführt, dass
»Das Verbreiten rechts- und linksextremistischer Parolen und das Tragen entsprechender Symbole [...] zum Ausschluss von der Veranstaltung [führt]«
dem gehört mit der Totalitarismuskeule mal ganz gebührlich heimgeleuchtet. Ungefähr zumindest.
Fotos bei flickr, was denkst Du denn?!
»Ieh, Emo«
Nothing more to say:

Circle pity
Liebe engagierte Politaktivist/innen, die Ihr auch gleichzeitig noch (engagierte Polit-)musiklauschende bzw./und (Polit-)konzertgehende seid: wenn Ihr doch das nächste Mal aus direkter Nähe (kwasi vom oberen Beckenrand) im frisch umgestalteten Kunterbunt (aka Rattenloch) zu Schwerte Euch beim Lauschen der Klänge von Sidetracked dazu herablasst, eher nebenbei Euer Missfallen über den im Pit vor der Bühne gepflegten Nicht-Tanzstil (windmühlenartig, bollomoshcorehaft, macholike) einige leisere Worte zu Eurer/m Nachbar/in zu verlieren, anstatt mit geballter Anwesenheit dort unten zu glänzen und den kleinen Scheissblagen mit den gar nicht mal so dicken Armen aber dafür um so mehr Anwesenheit und Platz vor der Bühne einnehmend, zu zeigen, wem denn eigentlich sowohl das (gemütliche als auch tanzbare) musikalische Erlebnis in diesem (und allen weiteren Veranstaltungsorten) (wenn nicht anteilig) zu gehören hat statt diesen nichtsnutzigen verwöhnten Kinderprolls, bitte ich Euch, doch fürderhin dazu zu schweigen, anstatt sich nach dem Konzert über das rüpelhafte Benehmen ebenjener Blagen zu echauffieren, die ja ach so gewalttätig und gar nicht musikkompatibel und den guten Ton des Hauses störend agiert haben.

Es wäre mehr als ein leichtes gewesen, diesen Arschkrampen per Anwesenheit und zur Not auch körperlicher Argumentation nahe zu legen, ihre Verhaltensweise zu überdenken resp. sich direkt aus dem Pit zu verpissen, anstatt nur vom Beckenrand (der Konzertraum des KuBu ist ein ehem. Schwimmbädelchen) den windmühlenhaftigsten unter jenen mit Bier zu bespränkeln, als wärs seine (Pit)taufe und dies dann auch noch als »Widerstand« zu adeln.
Für solcherlei Aktivitäten auf Konzerten braucht es kein regelmässiges Plenum sondern schlicht ein Umschauen im Konzertraum in die enttäuschten bzw. angenervten Gesichter der Umherstehenden, die sich von dem Machodance ebenso angeekelt wegdrehen wie ihr da oben um sich einig zu sein, das Getue mit einem entschlossenen Eingreifen (und sei es nur der puren Anwesenheit im Pit) zu beenden bzw. zumindest für die nächsten paar Songs zu verhindern.
Und ich will auf gar keinen Fall mehr hören, dass die Band ja nix zu den Vorgängen vor der Bühne gesagt (oder gar ihren Auftritt beendet) hätte - 'ne 'ordentlich' abgehende (sowie gleichzeitig sich gegenseitig respektierende) Crowd ist jeder hochengagiert mit dem Fuss wippenden Menge in jedem Fall vorzuziehen. Da braucht es nicht erst noch den Segen des Mikrofonhalters auf der Bühne, um dies einzusehen.
Für den Kalender: Radiobaghdad April 2008
Schon mal vormerken: Radiobaghdad und Crisis What Crisis ab April 2008 auf Dland-Tour.
Hach, da werden Erinnerungen wach ...

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Mit gewerkschaftlichem Segen und voll des Lobes für deren gesamtgesellschaftliches Engagement verheizt ein Frankfurter Designerlabel, dessen hippes Output auch schon mal über 100,- EUR kosten darf, in ihrer Werkstatt »langzeitarbeitslose« Frauen, die dort unter der Knute der Werkstatt Frankfurt (e.V.) für hochleistungssportliche 1,50 EUR die Stunde für den ach so freien Arbeitsmarkt fit gemacht werden sollen.
Da kann man auch schon mal über die für Vollbeschäftigte geltenden Arbeitsrechte hinwegsehen und den so geknuteten das Recht auf 'ne Betriebsratswahl verweigern. Wenns doch dem eigenen (guten) Aussehen dient ...

