Scheiß Wochenende
Jetzt wirds privat: das letzte Wochenende war ja wohl das allerletzte. Erst fährt man Freitags statt zur allzweiwöchentlich stattfindenden Punkrockkneipe zu ehemaligen Mitumschülern, die, anstatt sich gepflegt die Hirse wegzusäuseln inhaltsfreie Gesellschaftsspiele veranstalten; der Samstag wird mit gemütlichem Frühstück in (leider unvollständiger) freundlicher Runde zwar ok gestartet, endet dann jedoch mit dem halbtäglichen Neubespassen des eigenen - veralteten - Rechners; das anschliessende Konzert im banlieueartigen Kamen (vom freundlichen Sidetracked-Gitarrenmonster, danke dafür) hätte auch ruhig besser besucht sein können (und die Flachpfannen mit ihren philosemitischen Witzen können das nächste Mal besser zu hause bleiben. Arschlöcher.); Sniffing Glue und die Prolls von Over The Top warn zwar ganz ansehn- und hörlich, nach dem verfrühten Ende der Veranstaltung durfte man - wie das ganze Wochenende hindurch - den verspäteten Nahverkehrsgelegenheiten harren. Als wenn das noch nicht reichen würde, verliess einen am selben Abend noch der gerade vorher neu zusammengesteckte Rechner: dies wurde dann, die Planung, das Awaymatch des FC 96 gegen Langscheid/Enkhausen zu betrachten, über den Haufen werfend, am freundlichen Sonntag bis in die frühen Dunkelheiten getrieben (besser: der Rechner wurde wieder in den alten Zustand zurückversetzt), was weiterhin zur Folge hatte, dass mir dann abends Sabaton in der fürchterlichen Matrix zu Bochum durch die Lappen gingen (sorry, D.).
Und wie lief's bei Euch so?
Bildersturm
Bis ich hier mal 'n Banner in Richtung meines flickr-Platzes gelegt habe, wird noch einiges Wasser die Emscher runterplätschern, von daher, auch für alle, die dort eher selten vorbeischauen (nich wahr, S.), ein paar Blicktipps der letzten Tage:
- Pfui bäh
Sowas muß aber dann doch nicht sein. - Trockene Tücher (1)
Interessierte mögen sich in den Kommentaren verewigen - Trockene Tücher (2)
nicht auf meinem Mist gewachsen, aber ich kann zumindest den Kontakt herstellen (7,- EUR/Stück) - Such die/den Schuldige/n
20 Jahre im Geschäft und nix dazu gelernt? - Abbey Road für Sauerländer
Und dabei is das noch nichma 'n Zebrastreifen - Besser nicht wohnen
Ohne Worte
Nixframes, AZ Mülheim!
»Frames sollten mittlerweile alle haben!« verkündet Ihr, wertes AZ Mülheim auf Eurem rahmenbehafteten (Anzahl: drei) - äh - Internetauftritt, welcher auch 2008 immer noch anmutet, als hätten wir 1998; wahrscheinlich deshalb verlinkt Ihr bei den auftretenden Bands meistens auf die murdochspace-Seiten von ebenjenen, weil diese Klickibuntikaschemmen an Euer eigenes Netzheim erinnern, hach ja.
Stattdessen wär es mal an der Zeit, Euch 'n neuen Anstrich zu verpassen, und vielleicht mit einem dieser neumodischen Techniken namens ContentManagementSystem konfrontiert zu werden, welches (zumindest an der sichtbaren Oberfläche) meistens framelos daherkommt und sogar für alle Netzbetrachtungssoftware (und nicht nur für den von Euch (falsch auf »mozzila.org«) verlinkten Mozilla) geeignete Ausgaben aufbereitet, die, man möge es mir verzeihen, un-ge-styled sogar noch hübscher daherkommen als Euer zusammengedengelter antiker Restmüll.
Aber mit solchen Auftritten befindet Ihr Euch ja eh in allerbester Gesellschaft.
»The object of war is not to die for your country but to make the other bastard die for his.« *)
Alle unmusikalisch, ausser ich:
als Antwort auf die blumenkindliche Einlassung vom Pantoffelpünk möge man den Lautstärkeregler des favorisierten Musikabspielgeräts bis auf ganz oben schrauben und den ach so lyrischen Zeilen von Sabaton lauschen, die mit selbigen »einfach nur Geschichten« erzählen wollen.
Und wenn dann die Kunde der musischen Kriegsberichterstatter bis nach Israel dringt, ja dann ist es nicht mehr lange hin, bis sich die ersten studentischen Marx-Lesekreise auf deren Konzerten finden werden.
*) Zitat
Dank an D. für den Tipp. Konzert geht klar. Und schon mal schön fleissig Lyrics auswendig lernen.
Keine Tore sind auch keine Lösung (Inter Bochum - fsv witten 0:35)
Was fürn Match. 35 (fünfunddreißig) Tore, dabei jedoch kein einziges Mal sowas wie Jubel (weder von den spärlich gefüllten Rändern des Platzes noch auf selbigem), die Arroganz der Gäste, die nach jeder Hütte sich beeilten, den Ball wieder zum Anstosskreis zu bewegen, insgesamt jedoch nochmal so viele Chancen versäbelten (darunter so Klassiker wie das obligatorische Luftloch oder freistehend meterhoch über die Kiste), und in ihrer Lokalpresse großkotzig verlauten liessen, ein »Schützenfest sondergleichen« zu erwarten. Wäh. Unsympathen von der ersten Sekunde an.

Allerdings kam bei mir für Inter Bochum auch nicht gerade viel Mitleid auf - die spielerischen Möglichkeiten waren mit denen von Team Vestpiraten vergleichbar (nur letztere würden keine 90 Minuten durchstehen ...) und die eigene Hilflosigkeit beim minütlichen Anrennen der Nordsauerländer konnte man nur mit Zynismus begegnen, bspw., indem man sich über eine erneut versägte Chance lustig machte.
Möge Inter die Saison einigermassen glimpflich über die Runden bringen und der derzeitige Tabellenerste mit einem Tor zu wenig halt dann doch nicht aufsteigen.

