Keine Tore sind auch keine Lösung (Inter Bochum - fsv witten 0:35)
Was fürn Match. 35 (fünfunddreißig) Tore, dabei jedoch kein einziges Mal sowas wie Jubel (weder von den spärlich gefüllten Rändern des Platzes noch auf selbigem), die Arroganz der Gäste, die nach jeder Hütte sich beeilten, den Ball wieder zum Anstosskreis zu bewegen, insgesamt jedoch nochmal so viele Chancen versäbelten (darunter so Klassiker wie das obligatorische Luftloch oder freistehend meterhoch über die Kiste), und in ihrer Lokalpresse großkotzig verlauten liessen, ein »Schützenfest sondergleichen« zu erwarten. Wäh. Unsympathen von der ersten Sekunde an.

Allerdings kam bei mir für Inter Bochum auch nicht gerade viel Mitleid auf - die spielerischen Möglichkeiten waren mit denen von Team Vestpiraten vergleichbar (nur letztere würden keine 90 Minuten durchstehen ...) und die eigene Hilflosigkeit beim minütlichen Anrennen der Nordsauerländer konnte man nur mit Zynismus begegnen, bspw., indem man sich über eine erneut versägte Chance lustig machte.
Möge Inter die Saison einigermassen glimpflich über die Runden bringen und der derzeitige Tabellenerste mit einem Tor zu wenig halt dann doch nicht aufsteigen.
Das trägt man so
mkorsakov.de, das E[go]zine für den modisch bewussten Nerd von heute, war mal wieder shoppen und hat was mitgebracht:

Tee-Hemd #1 kommt von lastexittonowhere (flash), #2 vom wahrscheinlich multi berühmteren (dank threadless) GlennzTees.
Ich bitte freundlichst davon Abstand zu nehmen, in meinem Bekanntenkreis selbige Kleidungsstücke nochmals zu erwerben, weil wegen »hatte ich aber zuerst, ätsch«. Weil irgendwie muß man sich ja von der Masse abheben.
Rumlungern
Sauber, Titus-Filiale Dortmund:

Mit dem papiergewordenem Stück Selbstentblödung habt Ihr so ziemlich alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann: neben stylischen Gesichtspunkten (Comic Sans! Deppen Leer Zeichen! Multiple Ausrufezeichen!), auf die Ihr ja anscheinend so viel Wert legt, wird mal eben allen Nichtkonsumenten Eures Krempels klargemacht, dass sie hier nicht erwünscht sind, sondern nur zahlende bzw. knechtende Gefolgschaft es sich auf Eurem Luxusmöbel bequem machen darf.
Stellen sich nur folgende Fragen: wie lange darf wohl eine Eurer 400-EUR-Kräfte bzw. ein mit Mutti shoppender Jüngling (vor/während/nach erlaubtem Tagwerk) dort verweilen, bis es Eurer Definition nach in »Rumlungern« ausartet? Was is mit dem allerorts verpönten rauchen? Oder dem Verzehr fremd eingeschleppter Genußmittel? Muß das vorher vom Quartiersmanager genehmigt werden? Was passiert, sollte sich mal wirklich ein - Gott bewahre! - (Orts)Fremder hierher verirren und, müde seiner Wege, dort für kurze Zeit rasten? Alarmanlage? Securityeinsatz? Hausverbot in allen Titus-Filialen?
Auf der anderen Seite: habt Ihr wahrscheinlich nur dran gedacht, dass der gemeine Rollbrettfahrer, so er denn nicht für die Werbung herhalten muß, in Stadt und Land ein ungern gesehener Zeitgenosse ist, der eh nur öffentliches Eigentum mit seinem Möchtegernsport demoliert und verunsichte Passanten zu Tode ängstigt. Ergo ist diese Bank, Titus Dortmund, nur der letzte wa(h)re Rückzugspunkt für die ganzen geschassten Outlaws, die ja letztendlich doch nur Eure Kunden sind.
USP - nicht verstanden
Nein, Ultrà Sankt Pauli, Ihr habt's wirklich nicht verstanden (Zitat aus dem letzten Newsletter, Hervorhebung und »(sic!)« von mir):
Wenn ihr es nicht letzte Woche schon erledigt habt, hier noch einmal der Hinweis: In den letzten Wochen geben wir uns sehr Mühe, das Erscheinungsbild dieses Newsletters ein wenig zu verbessern. Dafür müsst ihr eingeschaltet haben, dass ihr HTML-Emails bekommen wollt. In diesem Format können wir nämlich bspw. Bilder, Fett- und Kursivmarkierungen einfügen. (sic!)
Hier heisst es ganz klar: html-Mails interessiern uns nich! Wenn Ihr »Bilder, Fett- und Kursivmarkierungen« einsetzen wollt, haltet Eure vermalledeite Website aktuell! Niederlagen der 1. Mannschaft, Aufrufe zur Verhinderung des nächsten Spackenaufmarschs, Fanrepressalien und andere Unfreundlichkeiten lassen sich auch in klicki-bunti nicht besser ertragen.
Für weitergehende Informationen hat der Weltnetzgott Verlinkungen erfunden, die man auch in plain.txt - mailprogrammübergreifend und kilobytefederleicht - angeben kann.
Lesen: Three Chords #10
Empfehlenswert: die Minijubelumsausgabe vom Three Chords - und ich will gern die Ausgaben eins bis neun auch haben wollen, wenns genehm ist! - wer das fuze verreisst kann kein schlechtes Blatt sein! Und dann werden auch noch haufenweise Ü30er Punk- und Hardcorerecken (und -reckinnen) interviewt dass es eine reine Freude ist. Sparsamer Einsatz von Musikreviews, dafür seitenweise Platz für Bandinterviews, lokale Skate- und Graffitiberichte/-fotostrecken und 'n Barcelona-'Tagebuch'.
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