Geschäftssinn oder was?

Ich oute mich hier mal als »Businessblogger« - für die kleinen Leute: warum z.B. kommen Inhaber von Kiosken, Buden, Trinkhallen (und wie sie auch sonst noch so heissen), die im unmittelbaren Einzugsgebiet von Veranstaltungsorten (Kneipen, Discos, etc.) nicht auf die Idee, ihre Hütten so lange zu öffnen, bis eine gewisse zeitliche Überschneidung mit geplanten Veranstaltungen (Konzerte u.ä.) entsteht, so dass Besucher des kulturellen Ereignisses sich - meist deutlich kostengünstiger als in der jeweiligen Location - mit dem allernötigsten versorgen können?

Dies ist mir gerade gestern wieder aufgefallen, als wir in der Dortmunder Pampa vor einem geschlossenen Kiosk standen und explizit überteuerte Plörre (2,- für Kronen resp. Astra 0,3 l) in dem Laden verzehren durften.
Die besagte - geschlossene - Trinkhalle in Husen

Damit will ich keinesfalls der Zerschlagung des Gaststättengewerbes das Wort reden - eher einer mässigeren Preisgestaltung gerade bei Veranstaltungen jedweder Art! - sondern schlicht und ergreifend auf einen eklatanten Dienstleistungsmangel in der Servicewüste Schland hinweisen. Wie kurzsichtig muss man als Geschäftsinhaber sein, um solche Kausalitäten (wo Musike spielt, da wird auch reichlich verzehrt) nicht zu erkennen? Mag ja sein, dass die eine oder andere Tränke 'nen Pakt mit dem jeweiligen Kneipeninhaber hat, während solcher Veranstaltungen nicht zu öffnen bzw. geschlossen zu haben o.ä. Aber anders herum könnte es genauso gut laufen: die Öffnungszeiten ausdehnen und hinterher den eingefahrenen Mammon irgendwie aufteilen.

An diesem Abend zumindest verdiente sich der vis a vis stationierte Pizzabäcker (Pizza und Getränk innerhalb von drei Minuten!) eine goldene Nase an den zusätzlich verkonsumierten 0,5 Liter-Einheiten.

Bisher gab es 1 Kommentar(e):

  1. Das hat mehrere Gründe:
    So ne Imbissbude ist oft nen 1 Mann- Betrieb. Und der kann eben nicht 24h am Tag aufhaben —-
    lohnt es sich wegen der paar Euro wirklich, die ganze Nacht den Laden aufzuhaben? —-
    Will der Betreiber des Kiosk vielleicht nix mit dem Gesindel, das sich bei solchen Veranstaltungen rumtreibt, zu tun haben? So bleibt die Bude dicht und er geht Scherereien mit Besoffenen, evtl. unter Einbeziehung der Polizei aus dem Wege. —-
    Vermutlich DARF der Kisokmann gar nicht nachts aufhaben (Lärmschutz der Anwohner??)

    willi | 3. Januar 2007, 22:36

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