Öfter mal schliessen machen
Alles wird besser, wenn die Länder verfügen, dass der Ladenschluss für'n Arsch gekippt werden soll. Oder vielleicht doch nicht? Ein kurzer Blick nach Gelsenkirchen, kurz vor dem Match England - Portugal, mitten in der Fussgängerzone:

Weitere Fotos hat verdi u.a. aus den verschiedenen wm-Städten völlig objektiv auf einer Sonderseite zusammengestellt.
Aber Hauptsache, die Menschen haben Arbeit!
Parola!
Selten ein so unaufgeregtes Dlandspiel gesehen wie bei dem lokalen Eisdieler an der Lindemannstrasse, in Blick- und leider auch Hörweite der Pinte »Bürgermeister Lindemann«. Grazie dafür und natürlich für die beiden Tore in letzter Sekunde.

Trefflich nachtretend dann noch Wiglaf Droste in der heutigen taz lesen und weise mit dem Kopf nicken. Parola!
Unangenehmer Nachgeschmack
Fieser Nachtrag zum gelaufenen Pressure Festival vom letzten Wochenende - in Bildform:

(grössere Abbildung bei flickr)
Da scheint die Jugendorganisation des Vergleiche ziehenden Tierschutzunternehmens so ganz am Rande diese Gleichsetzung wieder weiterführen zu wollen - oder wie soll man das verstehen?
Hier spielt die Musik
Und zwar heute abend im Emo-Keller, Essen-Rüttenscheid: I Object (DIY-Hardcore mit Attitüde und Frauengesang) sowie Sirens und Positive Strike hier ausse Gegend, präsentiert von 12xu (was son büschen suchmaschinieren alles ans Tageslicht fördert ...)

Anhören kann man sich vier Lieder der Amis bei myspace (wo auch sonst). Das geht nach vorn. Und meinereiner heute abend dort hin.
Wa(h)re/r Metalcore - Pressure Festival (2 und Schluss)
Dann fassen wir mal grob zusammen: danke, dass ich für diese drei Tage keinen Eintritt zahlen musste. Ehrlich.
Von ungezählt 30 Bands hab ich ganze fünf gesehen. Ungefähr. Nicht gerechnet die überflogenen Kombos. Also hat sich unglaublich gelohnt. Bin begeistert.

Der Samstag war besonders exquisit, weil ein Grossteil der Metaller bundesauswahlteamfreundlich waren und einige Stände gar den nationalen Lappen geflaggt hatten. Das ist also deren politisches Verständnis. Soso.
Leeway überzeugten mich als einzige Band. Schöne alte Schule mit einem feist tobenden Sänger in Mr. Chi-Pig-Manier (SNFU). Sehr schön.
Gar nicht schön dabei waren selbst hier die anzutreffenden Pit-Kickboxer/innen(!), die aber auch jeder noch so lauen Note eine gewalttätige Bewegung abzuringen versuchten. Wäh.
Dabei kam es auch zu einer sehr putzigen Situation, als bei Purified In Blood (!) ein Pit-Jünger blutende Blessuren davontrug und sich die Meute direkt über die blutige Pfütze hermachte und seinen Körpersaft als Kriegsbemalung in der (eigenen) fiesen Fratze verteilte. Sehr friedfertig das alles hier, jawohl.
Am Sonntag dann locker ausklingen lassen und dank schwüler Aussen- und selbiger Hallentemperatur schon beim stehen schwitzen wie nix gutes. Maroon bot zumindest mir das erste Schlagzeugsolo in (Metal-)corekreisen. Da passten dann auch die RockHard-Flaggen über der Bühne. Selbst für Mitklatsch- und Nachsingparts waren die sich nicht zu peinlich.
Was bleibt? Mit dem Alter wird dieses Festival immer banaler und langweiliger, zumindest was das Line-Up angeht. Da ging schon mal mehr. Zumindest war dieses Jahr kein/e Tote/r zu beklagen, obwohl die Sanis (so am Sonntag gesehen) schon manches Mal Probleme hatten, die Versehrten auch von ihrer körperlich misslichen Lage zu überzeugen, und sich doch lieber versorgen als wieder in den im Pit schleifen zu lassen. Wer's braucht.
Im nächsten Jahr möchte ich dann doch lieber leichter verdaulicheres Merchandise gewinnen, wenn's geht.

